Denkmal Jüdischer Friedhof Köln

Am jüdischen Friedhof in Köln Bocklemünd stand über 30 Jahre lang ein in Bronze gegossenes  Denkmal des Bildhauers Franz Lipensky. Das Denkmal zeigte sechs Davidssterne, eine Menora (siebenarmiger Leuchter), eine zerrissene Thorarolle und T´ifflin (Gebetskapseln) Das Denkmal erinnerte an die Ritualgegenstände, die kurz nach der Progromnacht vom 9. November 1938 aus den zerstörten Kölner Synagogen gerettet wurden und hier auf dem Friedhof in Sicherheit gebracht wurden, indem man Sie in einer kleinen Betongrube versteckte. Diese Grube, die durch eine Betonplatte abgedeckt war, geriet zwischenzeitlich in Vergessenheit, bis in den 70er Jahren nach einem Hinweis von Zeitzeugen die Ritualgegenstände geborgen werden konnten.  Daraufhin hat die jüdische Gemeinde beschlossen, die leider stark verwitterten Gegenstände in einer feierlichen Zeremonie auf dem Friedhof in Bocklemünd zu begraben, zeitgleich mit der Errichtung des Denkmals. Die Feier fand am 5.November 1978 statt.

In der Nacht vom 14. auf den 15. November 2010 wurde dieses etwa 700kg schwere, in Bronze gegossene Denkmal, vermutlich von Metalldieben, mit Gewalt vom Sockel gerissen und gestohlen. Der Steinsockel ist stehen geblieben, von dem Denkmal fehlt bis heute jede Spur.

Vor wenigen Jahren hat die jüdische Gemeinde beschlossen, eine Rekonstruktion dieses Denkmals an seinem ursprünglichen Platz wiederaufzustellen.

Meine Aufgabe war es, zusammen mit dem Bildhauer Franz Lipensky, mit dem ich seit langem befreundet bin, das Denkmal nach seinen alten Unterlagen, also Zeichnungen und Fotographien, zu rekonstruieren. Allerdings haben wir das Denkmal diesmal aus Polymerbronze gefertigt, das ist ein Kunstharz, in das während der Verarbeitung Metallstäube eingestreut werden, daraus entsteht ein Bronzeimitat, das einer Bronzeskulptur täuschend ähnlich ist. 

Dieses neue Denkmal wurde am 26.Juli 2020 wegen der Coronapandemie nur im kleinen Kreis enthüllt. 

Am 26. Juni 2020 fand die Enthüllung des neuen Denkmals im kleinen Kreis mit dem Vorstand der Synagogen-Gemeinde, der Gemeindevertretung, dem Geschäftsführer und dem Friedhofsverwalter statt.
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Am jüdischen Friedhof in Köln-Bocklemünd stand über 30 Jahre lang ein in Bronze gegossenes Denkmal des Bildhauers Franz Lipensky. Das Denkmal zeigte 6 Davidsterne und andere Ritualgegenstände. Auf dem Foto ist der rekonstruierte Davidsstern zu sehen.

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Meine Aufgabe war es, zusammen mit dem Bildhauer Franz Lipensky, das Denkmal nach seinen Unterlagen, also Zeichnungen und Fotographien, zu rekonstruieren.

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Das Denkmal erinnert an die Ritualgegenstände, die kurz nach der Progromnacht vom 9.November 1938 aus den Kölner Synagogen gerettet wurden.

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Der siebenarmige Leuchter, Menora (hebräisch) genannt, ist eines der zentralen Symbole des Judentums.In der Bibel im 2.Buch Mose gibt Gott eine genaue Anweisung über die Ausstattung des heiligen Zeltes, zu der auch der Leuchter gehört.

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Wir haben die Rekonstruktion des Denkmals diesmal aus Polymerbronze gefertigt, das ist ein Kunstharz, in das während der Verarbeitung Metallstäube eingestreut werden, daraus entsteht ein Bronzeimitat, das einer Bronzeskulptur täuschend ähnlich ist.

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Nach dem Raub des Denkmals stand jahrelang nur der Steinsockel auf dem jüdischen Friedhof in Bocklemünd. Im Juni 2020 haben wir mit Franz Lipensky die Kopie dieses Denkmals aufgestellt.

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Am 26.Juni 2020 fand die Enthüllung des neuen Denkmals im kleinen Kreis mit dem Vorstand der Synagogen-Gemeine, der Gemeindevertretung, dem Geschäftsführer und dem Friedhofsverwalter statt.

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Hinter dem Denkmal auf der Mittelallee sieht man das Mahnmal des Architekten Helmut Goldschmidt, das an die Schwestern und Brüder der jüdischen Gemeinde erinnert, die als Opfer des nationalsozialististen Rassenwahns in den Jahren 1933 – 1945 ermordet wurden.